Alice Brauner

Alice Brauner
Klub der Berlin‑Beweger

Frau Brauners Gespür für Stoffe – Dr. Alice Brauner, Produzentin und Geschäftsführerin der CCC-Television

Alice Brauner ist im KAUPERTS-Klub der Berlin-Beweger, weil sie aus Geschichte Geschichten macht.

Alice Brauner an der Kamera, Foto: CCC Television GmbH

Alice Brauner an der Kamera

Als der liebe Gott sie schuf, war er offenbar in Verschwenderlaune. „Du, Alice“, soll er gesagt haben, „musst deinen ganz eigenen Weg gehen, und am Ende steht der Erfolg.“ So weit, so Gott. Am Ende des Wegs ist sie noch nicht, aber Erfolg ist dennoch ihr Begleiter.

Dr. Alice Brauner, Tochter von Film-Legende Artur „Atze“ Brauner, hat als Geschäftsführerin der CCC-Television in der ARD zur besten Sendezeit ein fulminantes Debüt hingelegt. Der für die ARD-Tochter Degeto produzierte Film „Was für ein Schlamassel“ ist eine Liebeskomödie vor deutsch-jüdischem Hintergrund und spielt im heutigen Berlin. Unglaublich komisch inszeniert von Dirk Regel und toll besetzt, u.a. mit Natalia Avelon. Johannes Zirner, Marianne Sägebrecht, Rolf Hoppe, Mariella Ahrens, Gudrun Lamprecht und Gedeon Burkhard. Und mit ihren Zwillingssöhnen Ben und David (11), die sich eine Rolle teilen.

Filmszene bei „So ein Schlamassel“, vorn von links Mariella Ahrens, Marianne Sägebrecht, Natalia Avelon, als Ehren-Komparsinnen in der zweiten Reihe: Alice Brauner mit Hut, ihre Mutter Maria links daneben, Drehort: Synagoge Pestalozzistraße, Foto: CCC Television GmbH

Alice Brauner als Gratis-Komparsin bei 'So ein Schlamassel', Foto: CCC Television GmbH

Die Branche ist sich einig: „Frau Brauners Gespür für Stoffe“ lässt einiges für die Zukunft erahnen.

Längst ist die promovierte Historikerin, in zweiter Ehe mit dem Münchner Unternehmer Michael Zechbauer verheiratet, aus dem Schatten ihres Vaters hinausgetreten. „Als Teenager“, erinnert sie sich „habe ich meinen Eltern nicht nur Freude gemacht, gelinde ausgedrückt. Ganz egal, was sie mir sagten – ich war immer dagegen.“ In der Schule war sie nicht schlecht, durfte nach der 4. Klasse aufs Französische Gymnasium. Aber dann kam die große schulische Lustlosigkeit auf. Feten waren angesagt, im Feiern stand sie schnell auf Eins. Das muss sie von Mutter Maria und Vater Artur geerbt haben, die es schon immer richtig krachen ließen. Jedenfalls hat Alice hohem Niveau gemotzt. Ein Fall für ein Schweizer Internat, fanden die Eltern.

Artur Brauner – das ist kein Geheimnis – gilt nicht als Verschwender. Generationen von Filmschaffenden stehen die Haare zu Berge, wenn sie an die Honorar-Usancen des Moguls denken. Auch das Taschengeld für die vier Brauner-Kinder war knapp bemessen. „Während andere mit Versace-Klamotten rum liefen, durfte ich mit C&A-Chic angeben…Das war damals ziemlich blöd, hat aber immerhin dazu geführt, dass ich auch heute nicht dem Marken-Wahn verfallen bin und mir ganz normale Sachen kaufe.“

An der FU Berlin studierte sie Geschichte, Politische Wissenschaften und Romanistik, promovierte dann am Zentrum für Antisemitismusforschung an der TU Berlin („Antidemokratische und antisemitische Tendenzen der Neuen Rechten in Deutschland“. Dann der Einstieg in den Journalismus, gefördert von Michael Kneissler (Autor für div. Zeitschriften und Kolumnist bei „Taff“ auf Pro 7) und begleitet von den beiden journalistischen „Alpha-Männchen“ Hans-Hermann Tiedje und Franz Josef Wagner, der sich als manischer Briefeschreiber von BILD schon mal an die „lieben toten Schwäne von Rügen“ oder an den lieben Kannibalen von Rothenburg richtet.

TV-Talkgastgeberin war Alice beim Privatsender TV Berlin („Auf den Punkt gebracht“). Inzwischen ist sie selbst bundesweit ein gefragter Gast in Talkshows, wo sie nach ihren Erfahrungen und ihren Plänen befragt wird. Neue Projekte stehen ins Haus, darunter ein Film, den sie mit ihrem Vater macht. Mit ihm hatte sie vor drei Jahren bereits das Kino-Drama „Der letzte Zug“ produziert. Regie führte Joseph Vilsmaier. Der Film wurde mit vielen Preisen ausgezeichnet, war auch im Ausland erfolgreich und läuft im Rahmen einer dauerhaften Artur-Brauner-Retro in der Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem in Jerusalem. Der Arbeitstitel der neuen Brauner & Brauner-Produktion heißt „Wunderkinder“.

Dr. Alice Brauner, Foto: CCC Television GmbH

Dr. Alice Brauner

Fragen an Alice Brauner:

Um was geht es in dem Film "Wunderkinder"?
„Um drei Kinder, die ihr Musiktalent verbindet und deren enge Freundschaft von ihren verschiedenen Religionen und Elternhäusern nicht zerstört werden kann. Sie durchleben die grausame Zeit des Holocaust, ein Mädchen allerdings kommt zu Tode.“

Für wen ist der Film gedacht?
„Für ältere Kinder, Jugendliche und Erwachsene. Das Thema ist universell – Musik, Freundschaft, Toleranz.“

Das wird wieder ein ernster Film…
„Das ist die Ausnahme. Grundsätzlich werde ich eher heitere Stoffe angehen, wobei auch die – wie jetzt bei ,Was für ein Schlamassel’ – vor einem ernsten Hintergrund stehen können und reale Dinge in unserer Gesellschaft aufgreifen.“

Hat man es mit dem Namen Brauner leichter in der Branche?
„Natürlich hat der Name manchen Weg geebnet. Aber nur als ,Tochter von’ – das reicht nicht. Alles, was man macht, wird extrem kritisch betrachtet. Das ist bei allen Kindern namhafter Familien so. Man bekommt kaum eine zweite Chance. So gesehen, bringt der Name für manchen auch Nachteile.“

Was nervt an der Branche?
„Es dauert alles sehr, sehr lange. Die Leute, die entscheiden, haben kaum Zeit, weil sie von Termin zu Termin jagen. Kurios: Je schneller unsere Kommunikationsmittel werden, desto länger dauert es, ins Gespräch zu kommen.“

Irgendwann findet jeder auch mal Ruhe, und sei es die letzte… Was steht denn mal einst auf Ihrem Grabstein?
„Wenn da überhaupt was steht, dann vielleicht ,Ich rufe zurück’…“


Zu Alice Brauner können Sie Kontakt aufnehmen über den Adresseintrag zur CCC Television GmbH, den Sie im Branchenbuch Berlin von KAUPERTS finden.

Erfolgsproduzentin Alice Brauner, Foto: CCC Television GmbH

Erfolgsproduzentin Alice Brauner

ALICE BRAUNER AKTUELL:

Erfolgsproduzentin der „Wunderkinder“ und der „Götter wie wir“...

Nach der weltweiten Anerkennung als Produzentin des Film-Epos „WUNDERKINDER“ genießt Dr. Alice Brauner internationalen Zuspruch. So wurde sie als „beste Produzentin“ mit dem renommierten österreichischen Filmpreis „Goldene Romy“ ausgezeichnet. Neben den großen Auszeichnungen, der ihr Film zusätzlich bekam (13 internationale Preise, z. B. in Jerusalem, Giffoni, New York, Los Angeles , Berkshire), hat die Film und TV-Produzentin Dr. Alice Brauner dieses Jahr ihr erfolgreiches Näschen als eine von vier Koproduzenten eingesetzt:

„GÖTTER WIE WIR“, heißt die TV-Miniserie, die im Herbst erstmals auf Sendung gegangen ist. Hier widmen sich die Göttinnen Inge und Renate wöchentlich um 23 Uhr auf ZDF-Kultur (und im nächsten Jahr erneut im ZDF) den großen Themen der Menschheitsgeschichte. Inzwischen gibt es die "göttlichen Eingebungen" auch auf DVD.

Damit hat wohl niemand gerechnet: Dass die neue Comedyreihe "Götter wie wir" am späten Sonntagabend mit überdurchschnittlichen Zahlen anlaufen wird, war wohl klar, schließlich lief das neue ZDF.kultur-Programm im direkten Anschluss an "Roche & Böhmermann". Dass die neue Sendung aber so erfolgreich anläuft, ist eine Überraschung. 150.000 sahen die erste Ausgabe insgesamt, darunter 110.000 14- bis 49-Jährige. Jahresrekord für diesen Sender!

„Götter wie wir“ ist eine sechsteilige Comedy-Serie, in der das göttliche Zweigestirn Inge und Renate mit den Problemen ihrer eigenen Schöpfung und den Tücken des himmlischen Alltags zu kämpfen haben. Dass die beiden weiblich und zu zweit sind, mag zunächst ein bisschen irritieren...

„Deutschland hat ein neues TV-Highlight... Absurd, aber immer feingeistig. Anarchisch aber immer mit Niveau... Die Heiligsprechung kann bei einem derart tollen Format nur eine Frage der Zeit sein.“

„Ein Comedy-Format, das nicht nur unglaublich lustig und erfrischend frech ist, sondern auch noch fabelhaft aussieht“ (Journal Frankfurt) „Auf jeden Fall gehört diese kleine Reihe zu den Fernsehhöhepunkten des Jahres.“ (FAZ.net)

Daneben entwickelt Alice Brauner derzeit einen neuen Kinofilm mit dem Arbeitstitel „RUTH“, in der es um eine ältere Frau und einen jungen Mann geht, die beide keinen wirklichen Sinn mehr in ihrem Leben sehen, jedoch durch die sich langsam anbahnende Freundschaft wieder neue Hoffnung schöpfen. Der Film soll voraussichtlich 2013 unter der Regie von Uwe Janson in Berlin gedreht werden. Das Drehbuch schrieb Grimme-Preisträger Thorsten Wettcke.

Außerdem ist noch eine Sitcom geplant, die es bislang im deutschen Fernsehen so noch nicht gab. Von „Atze“ Brauners Tochter Alice ist die Branche begeistert, sogar der berühmte Papa, der so unsagbar streng ist...