Bernd Ahne

Bernd Ahne
Klub der Berlin‑Beweger

Vom Pflegekind auf den Olymp der Global Player - Bernd Ahne, HiFi-Unternehmer

Bernd Ahne ist im KAUPERTS Klub der Berlin-Beweger, weil seine HiFi-Erfindungen die Welt und das All erobern.

In Fachkreisen gilt er weltweit als der Guru des „guten Tons“, was in diesem Falle nichts mit Etikette zu tun hat, sondern ganz wörtlich zu nehmen ist. Ein ungewöhnlicher Mann mit einer ungewöhnlichen, einzigartigen Karriere: Bernd Ahne, 1962 im Krankenhaus Moabit geboren, hat die Klangwelt aus den Angeln gehoben und, wie ihm Experten ratlos und kopfschüttelnd bestätigen, sogar die Gesetze der Physik außer Kraft gesetzt…

„Was ist das denn für ein Spinner?“ fragte ich meinen inzwischen verstorbenen Freund Dr. Norbert P. Strauch, der mir von Ahne berichtete, meinte, dass ich den unbedingt kennen lernen müsste und gab mir seine Karte. Darauf steht schlicht: „HiFi-TUNiNG Inhaber: Bernd C. Ahne“.

Okay, wir haben uns getroffen. Es sollte einer der ungewöhnlichsten Berlin-Beweger sein, die mir je unterkamen. Treffpunkt wurde von ihm gewählt. Er entschied sich für die Gaststätte „Spinnerbrücke“ in Nikolassee, wo sich die „Helldriver“ treffen. Diese Location – nicht ohne Grund…

Nein, dachte ich, wie ein Erfinder sieht der nicht aus, eher wie ein im Sportstudio gestählter Super-Biker. Ist er auch, fährt u.a. eine legendäre italienische MV-Agusta mit über 200 PS und an kühleren Tagen einen Mercedes AMG, was denn sonst …? Bernd Ahne – seine Sonne muss ein Motor sein!

Bernd Ahne fährt leidenschaftlich gerne Motorrad

Bernd Ahne ist ein leidenschaftlicher Motorradfahrer

Ich oute mich vorbeugend als ein technischer Pflegefall und als ein gaaaanz schlechter Schüler…

„Na“, sagt er, „einen schlechteren Schüler als mich kann es ja kaum gegeben habe. Ich konnte nur bis 6 zählen, das reichte aus, um meine Zensuren einzuordnen. Schule war die Hölle, oft ging ich wochenlang nicht hin. Einmal schwänzte ich sogar neun Monate – aber selbst das ist gar nicht aufgefallen…“

Wie sympathisch! Bernd & Bernd… Was uns unterscheidet: Er hat eine Weltkarriere gemacht. Für die Chinesen gilt er als „Übermensch“, in Hong Kong und Shanghai verkehrt er in höchsten Wirtschaftskreisen. Auch in den Vereinigten Staaten ist er ein Begriff, sogar die NASA interessiert sich für seine Arbeit und schrieb ihm einen Brief. Und die Russen, die Griechen, die HiFi-Freaks in Israel – ein Berliner erobert die Welt.

„Mein Gott“, frage ich ihn ungeduldig, „mit was denn?“

„Mit Kopf und Herz“, sagt er im tonalen Sing-Sang eines buddhistischen Mönchs. „Es ist doch so: Neuronen hat man nicht nur im Gehirn. Man hat Neuronen auch im Herzen. Und wenn man sie verknüpft…“

„Mooooment mal“, unterbreche ich ihn, „mit Neuronen verdient man doch kein Vermögen!“

Und er grinst und meint: „Offenbar nicht jeder, aber ich…“

Also mache ich es an dieser Stelle mal kurz: Ahnes „Wunderwaffe“ ist gerade mal so groß wie ein Insekt. Es handelt sich um Sicherungen für HiFi- und AV-Anlagen. Die gab es immer schon, aber mit Ahnes Erfindung ist ein Quantensprung vollzogen.

Der Austausch von herkömmlichen Feinsicherungen mit seinem Fabrikat „Supreme³“ (Preis: ab 35 Euro) hat zur Folge, dass sich die Klangqualität einer Anlage „sogar um gefühlte 100 Prozent verbessert.“

Mit seiner Erfindung verbessert Bernd Ahne die Klangqualität einer Soundanlage um gefühlte 100 Prozent und ist damit weltweit erfolgreich

Mit seiner Erfindung verbessert Bernd Ahne die Klangqualität einer Soundanlage um gefühlte 100 Prozent und ist damit weltweit erfolgreich

Der Mann, der das sagt, ist selbst eine Elektronik-Ikone. Er heißt Michael Voigt und ist Chefredakteur von „HiFi Test“, Deutschlands größtem HiFi+TV-Magazin“. In einem „Special“ kommen auch andere Experten zu Wort, etwa der Lautsprecher-Spezialist Roman Maier: „… so ein kleines Teil und solche große Wirkung!“. Oder Heinz Köhler, AV-Receiver-Spezialist: „Ich bin sehr überrascht, dass so etwas funktioniert…“

Wie das funktioniert, weiß nur Ahne selbst. Er hat sich seine Erfindung NICHT patentieren lassen, weil er dann sein Geheimnis lüften und Angaben zur Herstellung machen müsste. „Schutzrechte kosten ein Vermögen und sind immer nur auf Zeit. Die Konkurrenz wartet nur, dass ich mir das patentieren lasse…“

Was man getrost verraten kann: Es handelt sich um eine Legierung aus Edelmetallen, die einzeln eigentlich, physikalisch gesehen, nicht so gut geeignet sind… Aber doch: Ahnes Erfindung steckt in der größten Home Cinema-Anlage der Welt in New York. Die hat rund sechs Millionen Dollar gekostet und stand sechsmal in Folge von 2008 bis 2013 im „Guinness Book of Records“.

Sie wollten immer schon Chinesisch lernen? Na, dann fangen wir doch mal mit dem Fachchinesisch an. Sie ahnen – Ahne! Hier ein Werbetext, den er für das exklusive Weltkulturerbe-Magazin „perinique“ schrieb:

„Unsere Supreme³-Feinsicherungen fertigen wir aus 99 % Feinsilber (Schmelzdraht und Kappen) plus 1 % 24kt. Feingold… Alle unsere Feinsicherungen werden kyrotechnisch behandelt, und zwar mit dem europaweit einzigen Kyro-System von Cryogenic International USA! Dieser Aufwand garantiert einen bis zu 90 Prozent geringeren Spannungsabfall sowie einen geringeren Leiterwiderstand als die DIN-Norm vorgibt…“

Alles klar? Klingt wie aus dem Handbuch „Nutzloses Wissen“ und ist doch eine unglaubliche Successtory.

Der in Berlin geborene und lebende Vater zweier Söhne wird 2017 seine zweite Ehe eingehen. Naja, ist ja auch Fachmann für funktionierende Verbindungen…

Bernd Ahne und seine Frau Janice beim 66. Ball der Wirtschaft

Bernd Ahne und seine Frau Janice beim 66. Ball der Wirtschaft

Sein Weg von ganz unten nach ganz oben begann mit einer schwierigen Kindheit. Jeder Richter würde heutzutage einem Angeklagten mit dieser Vergangenheit „mildernde Umstände“ bescheinigen.

Seinen Vater hat er nie kennen gelernt, er hat im wahrsten Sinne des Wortes „kein Bild“ von ihm. Der hat sich schon vor seiner Geburt aus dem Staub gemacht. Seine Mutter, die als Serviererin arbeitete, war überfordert und gab den Jungen schweren Herzens zur Adoption frei. Ihr Sohn Bernd gibt heute zu bedenken, dass es damals nicht leicht war, als allein erziehende Mutter über die Runden zu kommen.

Erste Lebensstation: das Krankenhaus Moabit. Dann wurde er adoptiert, liebte diese Frau, die er für seine Mutter hielt. Dann, Jahre später, tauchte die leibliche Mutter wieder auf, wollte ihn mit nach Hawaii nehmen, wo sie nun mit ihrem neuen Ehemann zog. Von ihrer Existenz hatte der Junge noch nie gehört. Er hatte doch eine richtige Mutter… Eine schwere seelische Situation für ein Kind.

Er durfte in Berlin bleiben. Dann Schule, siehe oben. Dann Lehre als Vulkaniseur. Reifen, Autos, Motoren, Technik… Da zeigten sich früh, wo es vielleicht mal langgehen sollte. Schon als Knirps faszinierte ihn die Elektronik. Einmal war der Fernseher kaputt. „Da gehst du aber nicht ran“, warnte die „Mutter“, als sie das Haus verließ, „viel zu gefährlich!“ Kaum war die Tür ins Schloss gefallen, schraubte er die Rückwand des Gerätes ab – und bekam eine „gewischt“, das Kabel steckte noch in der Steckdose. Klarer Fall: Sicherung kaputt. Runter in den Elektroladen, Sicherung gekauft, eingesetzt, Rückwand wieder dran – und der Fall war erledigt. Der kleine Bernd konnte „Flipper“ sehen, seine Lieblingsserie. Mutter kam zurück und ihr war klar: Dem Jungen ist nicht zu helfen, der hilft sich selbst…

Seine Gesellenprüfung bestand er mit Bravour, gewann sogar den Leistungswettbewerb als bester Berliner Geselle und wurde Landessieger der Vulkaniseure. 1. Preis! Dotiert mit 1000 DM… Dann begann nach fünfjähriger Gesellenzeit seine Kreuz- und Querlaufbahn: Ausbildung zum Busfahrer bei der BVG (abgebrochen) – arbeitete in der BVG-Hauptwerkstatt der U-Bahnen – Vorstands-Chauffeur – Nebenbei: Arbeit an der eigenen Firmengründung!

Der Impuls für seine selbständige internationale Karriere kam von einer flüchtige AOL-Bekanntschaft, da sagte ihm einer: „Ist das nicht komisch? Du darfst in Deutschland kein technisches Gerät reparieren, wenn du diesen Beruf nicht erlernt hast. Aber du darfst in Deutschland ein technisches Gerät entwickeln, herstellen und vertreiben, obwohl du zum Beispiel Bäcker bist und davon gar keine Ahnung hast…“

Na, das Ding war „gebacken“, sein Traumberuf geboren. Erste Aktion: Ankauf und Optimierung von Schuko-Steckern, Netzkabeln usw.

Wo er ist, ist oben. Aber er kann natürlich nicht überall sein… Ein Fachmagazin schrieb mal: „Wer den Live- Sound will, kommt an Ahne nicht vorbei.“

Einer wie er, dessen Herz für jeden schlägt, den Experten für verrückt erklären und dem Bedenkenträger ein „Das kann ja nicht klappen“ an den Kopf schmettern, kann auf „Börnis“ Verständnis und zuweilen auch auf Unterstützung hoffen. „Wir brauchen einfach mehr Leute, die das Unmögliche möglich machen“, sagt er. Und so ist er nebenbei auch ein Förderer von mutigen „Verrückten“ geworden, die neue Wege gehen.

Sein Tipp für Berufseinsteiger: „Immer dem eigenen Instinkt folgen. Jobs, für die man nicht brennt, sind gänzlich ungeeignet. Kopf & Herz – das ist das Dreamteam des Erfolgs.“

Natürlich stelle ich auch ihm, wie jedem anderen Berlin-Beweger, diese Frage: „Wenn Sie eines hoffentlich fernen Tages das Zeitliche segnen, was könnte da auf Ihrem Grabstein stehen?“
Ahne schmunzelt und erinnert an ein Zitat von Stan Laurel, der der übrigens sehr intelligente Darsteller des „Doof“ im Film-Duo „Dick & Doof“ war:

„Wer hier vor mir steht und weint, mit dem rede ich kein Wort mehr…“



Weitere Infos zu Bernd Ahne: www.www.hifi-tuning.com