Erik Cock-Johnsen

Erik Cock-Johnsen
Klub der Berlin‑Beweger

Zug um Zug beim Umzug – Erik Cock-Johnsen, Spediteur und einer der Chefs von „Hertling Umzüge“

Erik Cock-Johnsen ist im KAUPERTS-Klub der Berlin-Beweger, weil seine Familie Hertling selbst den König zum Kunden machte.

Hertling – Berlins ältestes Umzugs‑ und Speditionsunternehmen

Hertling – Berlins ältestes Umzugs‑ und Speditionsunternehmen

Der Mann hat einfach FAIM. Was, bitte, hat er? FAIM. Das ist in der Umzugs- und Speditionsbranche das Qualitätszertifikat des internationalen Verbandes FIDI. Nur 550 Unternehmen weltweit sind nach FIDI/FAIM zertifiziert. Wer dabei ist, spielt quasi in der Champions League. Und er ist dabei: Erik Cock-Johnsen, 5. Generation des ältesten Berliner Umzugsunternehmens, das vor mehr als 145 Jahren gegründet wurde.

„Hertling“ – der Schriftzug ist den Berlinern bestens vertraut. Nicht nur von den gelben Umzugs-Lastern, sondern auch als Logo auf dem Firmengebäude an der Sophie-Charlotten-Straße direkt am Stadtring, Höhe Spandauer Damm-Brücke. Ob man vom Norden Richtung Süden oder umgekehrt fährt – Millionen Autofahrer nehmen Woche für Woche das Hertling-Haus wahr. Eine Werbung, die nichts kostet.

Erik Cock-Johnsen ist Mitglied der Geschäftsleitung, die noch aus drei weiteren Familienmitgliedern der 4. Generation besteht: seinem Onkel, Rechtsanwalt Dr. Hertling, seiner Mutter Irene Cock-Johnsen geb. Hertling und seinem Vater Carl Christian Cock-Johnsen, der vor über 40 Jahren der Liebe wegen nach Berlin gezogen ist. Seit der Gründung des Unternehmens haben immer zwei Generationen Hand in Hand gearbeitet.

Die Hertlings – das ist eine erstaunliche Berliner Erfolgsgeschichte:
Am 28. September 1885 wurde das Unternehmen von Emil Hertling in Berlin gegründet. Als die beiden Söhne Friedrich und Albert Hertling das Unternehmen 1898 übernahmen, musste aus Gründen der Expansion der Sitz von der Berliner Straße (heute: Otto-Suhr-Allee) auf das heutige Charlottenburger Betriebsgrundstück verlegt werden. Aus 30 übernommenen Pferden wurden bald mehr als 100 Pferde.

Erik Cock‑Johnsen gehört zur 5. Generation der Hertlings

Erik Cock‑Johnsen gehört zur 5. Generation der Hertlings

Zu Beginn des letzten Jahrhunderts war die Firma Hertling sogar an den Ausschachtungsarbeiten der Berliner U-Bahn beteiligt. 1910 wurden die beiden Inhaber zum „Hofspediteur Seiner Majestät des Kaisers und Königs von Preußen“ ernannt. Dies war sozusagen das erste offizielle Gütesiegel des Familienunternehmens. Wie praktisch, dass der Sitz des Spediteurs so nah am Schloss Charlottenburg lag.

Nachdem das Berliner Unternehmen einen rasanten Aufschwung genommen hatte, kamen schwere Zeiten durch den 1. Weltkrieg, die Inflation 1923, die Weltwirtschaftskrise 1929 und schließlich durch den 2. Weltkrieg auf die Spedition zu.

Aber auch die Nachkriegszeit war nicht einfach, denn 1945 lag der Betrieb in Schutt und Asche. Im Alter von 80 Jahren begann Friedrich Hertling aus der 2. Generation mit dem Wiederaufbau der Firma. Die 3. Generation baute dann in den Jahren der deutschen Teilung das Geschäft weiter aus und gründete sogar eine Niederlassung in Frankfurt am Main. Nach dem Mauerfall und der Wiedervereinigung expandierte Hertling unter der Leitung der 4. Generation weiter, eine Niederlassung in Eberswalde und jüngst in Düsseldorf wurden eröffnet. Durch den Umzug der Bundesregierung von Bonn nach Berlin arbeitet Hertling nun auch für das Auswärtige Amt. Zudem vertrauten viele Botschaften ihren Umzug in die Hauptstadt Berlin den Hertlings an.

„Kompetenz, Zuverlässigkeit und Qualität“ sind die Grundsteine im Erfolgskonzept des Berliner Umzugsunternehmens.

Auch hochwertige Gegenstände und Kunst sind bei den Fachleuten in guten Händen. Museen und andere Kultureinrichtungen vertrauen der Kompetenz von Hertling in fachmännischer Hand.

Erik Cock-Johnsen knüpft weltweit Kontakte. Gerade hat er in Amerika an einer Tagung eines internationalen Umzugsverbandes teilgenommen und langjährige Partner aus aller Welt wieder getroffen. „Nur durch unser globales Netzwerk sind wir in der Lage, internationale Umzüge von Tür zu Tür mit höchster Qualität durchzuführen“, sagt der Spediteur, der von Hause aus Jurist ist.

Global vernetzt und sympathischer Entscheider: Erik Cock‑Johnsen

Global vernetzt und sympathischer Entscheider: Erik Cock‑Johnsen

Fragen an Erik Cock-Johnsen:

Wer sind Ihre Kunden?
Cock-Johnsen: „Wir bedienen Privat- und Firmenkunden, aber auch öffentliche Institutionen. Das Spektrum reicht vom Stadtumzug über den Selbstpacker-Umzug für den Auswanderer bis zum Full-Service-Umzug inklusive Renovierung und Endreinigung. Natürlich führen wir auch Büro- und Archiv-Umzüge in jeder Größe durch.“

Auch in Berlin zieht man ja pausenlos um…
Cock-Johnsen: „Nicht nur private Haushalte. Im Jahr 2007 haben wir zum Beispiel das HELIOS Klinikum Buch mit allen medizinischen Geräten und mehr als 20.000 Kartons umgezogen. Es war eines der größten Umzüge in unserer Firmengeschichte. Außerdem haben wir den Umzug des Suhrkamp Verlags von Frankfurt nach Berlin abgewickelt.“

Was für neue Entwicklungen kann man denn vom Umzugswesen erwarten?
Cock-Johnsen: „Wir haben zum Beispiel einen ganz neuen Geschäftsbereich gegründet: ,Art Logistics worldwide’ nennen wir ihn. Er ist aus dem Bereich des Transports von Kunstgegenständen entstanden. Aus der Erfahrung heraus resultieren also durchaus auch neue Geschäftsbereiche.“

Zum Schluss die klassische und nicht ganz ernst zu nehmende Fragen an jeden Berlin-Beweger: „Was könnte eines hoffentlich fernen Tages auf Ihrem Berliner Grabstein stehen?“
Erik Cock-Johnsen lächelt, und seine Antwort lautet: „Gut ohne Beschädigung angekommen“.