Hans-Peter Wodarz ist im KAUPERTS Klub, weil er der Enten-Tainer der Nation ist und all unsere Sinne bedient.
Hans-Peter Wodarz mit Sänger Sting, Foto: Hans-Peter Wodarz
Der Mann ist sein eigenes Öko-System.
Er rollt aus sich wie ein Rad und treibt sich selbst an: Hans-Peter Wodarz, geboren 1948 in Wiesbaden. Sein Name steht für Gourmetkünste und für die Erlebnisgastronomie. Mit seinem Enten-Spektakel „Pomp Duck and Circumstance“ schlug er zu Beginn der 90er Jahre in Berlin auf, gefeiert in einer Stadt, die damals auf der Landkarte des Genießens noch Niemandsland war. In Berlin setzte seine „Ente“ zum Höhenflug an. Er wurde zum „Ententainer“, zum großen Leute-Verwöhner, zum „Kurier des Garen“. Das Leckermäulchen-Fachorgan „Der Feinschmecker“ ehrte ihn mit einem Platz in der „Hall of Fame“ der „30 Lichtgestalten der kulinarischen Lebensart in Deutschland“. Chapeau!
Seit November gastiert Hans-Peter Wodarz (HPW) mit seinem Restaurant-Theater „PALAZZO“ wieder in Berlin (am Humboldhafen in unmittelbarer Nähe zum Hauptbahnhof, Service-Hotline: 01805-388883).
Hans-Peter Wodarz hat sich für die neue Saison prominente Küchenverstärkung geholt. Mit Christian Lohse, Chef de Cuisine im Restaurant „Fischers Fritz“ im Hotel The Regent und einziger 2-Sterne-Koch Berlins, kreierte er das viergängige PALAZZO-Menü.
Ist auch „Statthalter“ der amerikanischen Fastfood- und Gute-Laune-Kette „Hooters“. Berlin-Berater der bayerischen Oktoberfest-und Promi-Wirt-Legende Sepp Krätz. Berlin-Besessener als Hauptstadt-Zugpferd Mitorganisator beim jährlichen „Hoffest“ des Regierenden Bürgermeisters Klaus Wowereit.
Hans-Peter Wodarz vorm Hooters im Berliner Tiergarten, Foto: kaupert media gmbh
Wodarz – Infos über den Enten-Flüsterer
Anfänge.
Mit 15 als Page im Wiesbadener Hotel „Rose“. Da hat er reichen betagten Amerikanerinnen in der Badewanne den Rücken geschrubbt. In Erinnerung geblieben sind deren üppige Trinkgelder. Heute lässt er sich den Rücken schrubben – von seiner schönen russischen Freundin Tatjana…
Schicksalshafte Begegnung.
Eckart Witzigmann, der Jahrhundertkoch, war sein Lehrmeister. Er führte das berühmte „Tantris“ in München.
Karrieresprünge.
Sein eigenes Restaurant „Die Ente im Lehel“ in München. Nach dem Umzug nach Wiesbaden ins Hotel „Nassauer Hof“ hieß das Restaurant „Die Ente vom Lehel“.
Gäste.
Karajan, Soraya, Ustinov, Gorbatschow, Sting, Andy Warhol, George Harrison, Liza Minnelli, Burt Lancaster, Larry Hagman, Diana Ross…
Ritterschläge.
Michelin-Stern 1976 und 1979, Koch des Jahres 1982 (Gault-Millau), The Five Star Diamant Award 2000, 2002, 2004.
Kult-Dessert.
Der „Dialog der Früchte“. Sechs Früchtepürees in den Lieblingsfarben von Andy Warhol, der die Früchte mit einem chinesischen Ess-Stab verschlierte. Als das „Werk“ fertig war, sagte er: „Jetzt esse ich mich selbst“.
Pleiten, Pech und Pannen.
Der Pomp-Ausflug nach Amerika endete im Chaos. Falsche Berater, New York vom Schnee begraben, Betrügereien hinter den Kulissen. Absturz der Ente in Atlanta. Mit 100 Containern war HPW nach Amerika gegangen, mit zwei Koffern und Schulden kam er wieder. In Berlin floppte sein erotisches Theater „Belle et Fou“ am Potsdamer Platz.
Historische Leistung.
Mit Witzigmann und zwei anderen Köchen in den 70er Jahren die „Crème fraiche“ von Frankreich nach Deutschland gebracht. Erst im Kofferraum geschmuggelt, dann importiert. Eine echte Alternative zu Omas Mehlschwitze.
Big Spender.
Mit Benefiz-Veranstaltungen trug HPW in ca. 30 Jahren etwa 10 Millionen DM, also umgerechnet insgesamt 5 Millionen Euro zusammen.
Letzte Worte.
Auf seinem Grabstein soll stehen – „Ente gut, alles gut.“