Oliver Dunk

Oliver Dunk
Klub der Berlin‑Beweger

Die Hörfunk-Institution mit Blutgruppe „B2“ – Oliver Dunk, Medienmann für Berlin und Brandenburg

Oliver Dunk ist im KAUPERTS-Klub der Berlin-Beweger, weil er auf die heilende Kraft von Schlagern setzt und als Chef von „radio B2“ für gute Laune und für Tiefgang sorgt.

Das wirklich Exklusive an diesem Porträt ist, dass es mit Gesang beginnt und jeder aufgefordert ist, kräftig einzustimmen. Also, jetzt bitte alle hastewaskannste: „Eine neue Liebe ist wie ein neues Leben“, „Ich möcht' der Knopf an deiner Bluse sein“, „Wähle 333 auf dem Telefon“, „Ich war noch niemals in New York“, „Theooooooooo, wir fahr'n nach Lodz“, „Du hast mich 1000 mal betrogen“, „Atemlos durch die Stadt“ ...

So, verehrter Oliver Dunk, dieses kleine Medley aus der bunten Welt der Schlager ist nur für Sie!

Oliver Dunk ist ein stiller, erfolgreicher Medienmann, der es vom Radio-Moderator im „alten“ West-Berlin zu „Germany’s Top Klangkörper“ gebracht hat. Ein Mann von Format. Und sein favorisiertes Funk-Format ist der deutsche Schlager.

Oliver Dunk bei radio B2 im Gespräch mit Autor Bernd Philipp

Oliver Dunk bei radio B2 im Gespräch mit Autor Bernd Philipp

„Wir lieben Schlager!“ ist das Werbemotto seines Senders „radio B2“ mit Sitz in der Wilmersdorfer Pfalzburger Straße (auf 106,0 UKW).

„Ja“, sagt er, „ich liebe den deutschen Schlager. Weil ein Schlager wie Balsam auf unsere Seelen wirkt. Die Titel von gestern und auch die aktuellen, die dann morgen von gestern sind, sind unsere Lebensbegleiter. Der erste Kuss, die erste große Liebe, das erste Fernweh, auch der erste Schmerz, die erste Trennung – Schlager, ob trivial oder hintergründig, sind und bleiben die großen Erinnerer.“

Das muss er einem alten Schlagerfuzzy wie mir gerade erzählen! Ich weiß wohl, wie sich Schlagertexte einbrennen ins Gehirn. Habe selbst mit Roland Kaisers „Sieben Fässer Wein“ schwungvoll geheiratet und wurde mit Bernhard Brinks „Frei und abgebrannt“ wieder geschieden. Erst machte ich ihr den Hof, dann machte ich ihr die Treppe ...

Natürlich sind Schlager eine Leidenschaft von Oliver Dunk, aber man sieht ihn oft auch bei Jazz-Meetings, in der Philharmonie, in der Schaubühne und in der Oper. Ein Musenmensch eben. Klassik zum Frühstück – manchmal gern auch dies. Hauptsache, Klassiker!

Oliver Dunk unterscheidet sich von anderen Radiomachern dadurch, dass er unaufgeregt und konsequent seinen Weg geht. Und der führt ihn stetig nach oben. „Nicht nur!“, unterbricht er mich, „ich musste auch schon Rückschläge verkraften. Mein Rausschmiss bei tv.berlin, wo ich Moderator und Chefredakteur war, hat schon geschmerzt. Erst später begriff ich, welche belebende Kraft Niederlagen haben können ...“

Und natürlich fällt ihm auch zu dieser Lebenslage ein passender Song ein – von den Toten Hosen „Steh auf, wenn du am Boden bist ...“

Auch so eine Erfahrung in der Medienbranche: Wer richtig scheitert, wird gescheiter (manchmal!). Oder wie unser Berlin-Beweger sagt: „Ein Tritt in den Hintern kann ein Stoß ins Glück sein!“ Überhaupt, manchmal kommen seine Sätze wie Schüsse aus der Wortkanone. Dann sagte er Sätze wie: „Immer hübsch auf dem Teppich bleiben. Nicht das Erzählte reicht – das Erreichte zählt!“ Wie wahr!

Oliver Dunk mag einer sein, den mancher unterschätzt. Wer das tut, wird ihn über kurz oder lang noch kennenlernen ... Und sich vielleicht die Haare raufen. Dunk ist nämlich ein sehr sachlicher, sehr eloquenter Plauderer, der seine Bildung, seine Hintergründigkeit und seine sanfte Ironie nicht jedem offenbart. Natürlich: Das ist Bestandteil seines Erfolgs. Er ist eben keine Nervensäge, kein Windbeutel, sondern ein „PART OF SUCCES“.

So heißt eines seiner Unternehmen in der Dunk Media Group, deren Geschäfsführender Gesellschafter er ist. Sie berät Firmen und Verbände in Fragen der strategischen Kommunikation. Ferner ist Dunk Produzent von Radionachrichten und Hörfunkbeiträgen für mehr als 30 Radiosender in Deutschland.

Über den vergleichsweise großen Wortanteil bei „radio B2“ wacht ein prominent besetzter Redaktionsbeirat unter Vorsitz des frühren ZDF-Intentanten Prof. Dieter Stolte.

Seine mediale „Karriere“ begann als Kind. Da hing er an seinem kleinen Transistor-Radio und hörte – manchmal heimlich unter dem Deckbett – die „Schlager der Woche“ in der Zeit, als sie noch „Lord Knud“ moderierte, der sich dann später aus seinem Job kiffte.

Oliver Dunk im Gespräch mit Autor Bernd Philipp

Oliver Dunk im Gespräch mit Autor Bernd Philipp

Der RIAS – „eine freie Stimme der freien Welt“ – war ein akustisches Ausrufezeichen für alle Berliner, ob groß oder klein, ob in West oder Ost. Der unvergessene Hans Rosenthal, damals Unterhaltungs-Chef beim Sender an der Kufsteiner Straße, inspirierte den Knaben Oliver mit seinem „Wer fragt, gewinnt“. Den späteren „Dalli-Dalli“-Liebling der Nation nennt Dunk heute ebenso wie Peter Kohagen und die SFB-Recken Hans-Werner Kock („Macht’s gut, Nachbarn!“), Heiner Giersberg und den RIAS-Redakteur Reinhard Stein zu den Wegbereitern seiner Funk-Laufbahn. Die begann als Moderator im Kinder- und Jugendfunk, später als Moderator beim SFB, bevor er zum ersten Berliner Privatradio „Hundert, 6“ und schließlich zum Fernsehen zu SAT.1 als Leitender Redakteur wechselte. Dann schließlich der segensreiche Rausschmiss und der Start als Unternehmer.

Ein Berliner aus'm Wedding, aufgewachsen an der „Plumpe“, der früheren Heimat von Hertha BSC. Sein Vater war selbst ein leidenschaftlicher Fußballer, spielte auch mal in der Regionalliga und hat seinen Sohn zum Hertha-Fan „ausgebildet“. „Diese Passion treibt mich auch heute noch regelmäßig ins Olympiastadion – und ich bin natürlich Mitglied. Treu an guten wie an schlechten Tagen. Aber besser natürlich: Niemals wieder 2. Liga!“

Das sollte klappen, wo doch der Schlagerbarde seinen Hit „Nur nach Hause, nur nach Hause, nur nach Hause geh'n wir nicht ...“ extra für Hertha geschrieben und gesungen hat. Auch aus diesem Song ist ja ein Ohrwurm geworden. Daran wird wieder einmal deutlich, von welch herausragender Bedeutung der Impulsgeber Schlager sein kann.

Gute Laune – man spürt sie auch in den Studios und Büroräumen bei „radio B2“. Die Mitarbeiter wirken konzentriert und beschwingt zugleich. Könnte daran liegen, dass der Chef wohl auch nicht wie Rambo durch die Stuben fährt, wenn mal etwas schiefgegangen ist. Wie schön: Auch hier herrscht ein hoher Wortanteil ...

„Wie steht's denn um den Nachwuchs?“, frage ich Oliver Dunk, „viele wollen ja, irgendwas mit Medien machen ...“

„Ich bin da ganz optimistisch“, sagt der souveräne Radio-Mann. Und: „Ich vergesse nicht, dass ich ja auch mal Einsteiger war und meine Chancen bekam. Es gibt natürlich viele Bewerbungen von jungen Leuten, die ans Mikro wollen. Da muss man halt sehen, ob einer auch die Leidenschaft mitbringt und eine gute Allgemeinbildung hat. Daran hapert es zuweilen. Ist schon erstaunlich, was einige so alles nicht wissen ... Manche verfolgen die aktuellen Nachrichten auch nicht, was ja nun in unserem Metier gar nicht geht.“

Ein munteres Moderatorenteam, bestehend aus jüngeren Leuten und erfahrenen Kollegen aus der Gesangsecke hat sich Dunk da zusammengestellt. Namen, die für 100 Prozent deutsche Hits und für gute Laune stehen, etwa sind Normen Sträche, Mick Weiser, Anne Zengel, Michael Niekammer, Anika Reichel und DSDS-Star Annemarie Eilfeld. Auch andere Prominente zieht es ans Mikro: die großartige Dagmar Frederic etwa, Ekki Göpelt und Bert Beel.

Einmal in der Woche zieht es Oliver Dunk Chef selbst ins Studio. Dann empfängt er jeden Sonntag um 11 Uhr herausragende Persönlichkeiten aus allen Bereichen des öffentlichen Lebens.

Oliver Dunk im Studio für seine Sendung "Chefsache! Macher im Gespräch"

BESCHREIBUNG

„Chefsache! Macher im Gespräch“ heißt die viel beachtete Reihe mit fröhlichem Tiefgang. Die Gäste sind aus Kultur, Politik, Wirtschaft, Sport und Medien. Natürlich ist auch die eine oder andere Ikone des Schlagermetiers dabei, Andrea Berg etwa und, wie kürzlich, die unglaubliche Helene Fischer. Überhaupt die Fischer: Oliver Dunk ist ein ganz großer Fan, lud sie ein in den traditionellen „Schlagerolymp“ von „radio B2“ und wartet jetzt auf die Zusage. Die Götter des Olymps sind schon ganz aufgeregt!

Natürlich stellen wir auch Oliver Dunk jene Frage, die allen Berlin-Bewegern mit einem Augenzwinkern gestellt wird: „Was könnte aus heutiger Sicht eines hoffentlich sehr fernen Tages mal auf Ihrem Grabstein stehen?“

„Aha!“, sagt er mit dem Gespür für grillige Fragen, und meint: „Es ist sicher nicht die Frage, die mich ständig beschäftigt, aber ich hätte da eine Idee. Aber wenn Sie, wie Sie sagen, selbst Schlagerfreund sind, dann wissen Sie ja Bescheid ...“

„Jaaaa!“, sage ich fröhlich, natürlich weiß ich das! Sie wünschen sich: Gute Nacht, Freunde!“

„Nein, nein“, sagt er mit gütiger Entschlossenheit, „ich habe mich anders entschieden ...“

„Es fährt ein Zug nach nirgendwo ...“

Dafür sorgt im wahren Leben ja schon die Deutsche Bahn.