Siegfried Helias

Siegfried Helias
Klub der Berlin‑Beweger

Der Berlinator – Siegfried Helias, Hauptstadt-Netzwerker

Siegfried Helias ist im KAUPERTS-Klub der Berlin-Beweger, weil sein „Blaues Herz“ für Menschen schlägt, die Hilfe brauchen.

Siegfried Helias mit Mauerstück der Berliner Dominoaktion vom 9. November 2009 in seinem Büro

Siegfried Helias mit Mauerstück der Berliner Dominoaktion vom 9. November 2009 in seinem Büro

Seitdem er telefonieren kann – und das ist nachweislich schon seit mehr als fünf Jahrzehnten der Fall –, meldet er sich frohgelaunt mit „Halli-Hallo-Helias“. Damit hat er schon so manchen Anrufer verblüfft, der glaubte, bei einem Kindergeburtstag gelandet zu sein. Gilt der Mann mit der erstaunlichen Karriere doch eher als seriös und ist mit seinem zuweilen staatstragenden Auftritt nahezu bundespräsidentenverdächtig. Aber man sollte den früheren CDU-Politiker nicht auf dumme Gedanken bringen…

Wer sich Helias nähert, läuft stets Gefahr, für irgendetwas eingesetzt zu werden. Natürlich nur für gute Zwecke. Und immer für Berlin. Er ist Vorstandvorsitzender der City Stiftung Berlin, die er 2004 mit anderen Persönlichkeiten der Stadt, gründete. Der Immobilienmanager Bernd Andrich ist ebenso ein Mann der ersten Stiftungs-Stunde wie der kreativ-innovative Berliner Lichtdesigner Andreas Boehlke. Im Oktober eines jeden Jahres veranstalten sie mit Unterstützung der Agentur Zander & Partner das inzwischen auch weltweit beachtete „Festival of Lights“ und tauchen die Stadt in ein Lichtermeer, das die Berliner begeistert und immer mehr Touristen in die Stadt zieht.

Darüber hinaus engagiert sich Helias, der im brandenburgischen Elsterwerda geboren und in Charlottenburg aufgewachsen ist, in diversen sozialen Einrichtungen. Das ist die City-Initiative für Eltern- und Kinder-Projekte e.V. (CIP). Da ist die Gemeinnützige Kinder und Jugendhilfe e.V. „Kinder in Gefahr“. Und schließlich „Together“, das City-Forum für Jugend, Ausbildung und Beschäftigung e. V.

Tu Gutes – und sprich drüber. „Es ist erfreulich, wie viele Menschen bereit sind, sich ehrenamtlich zu engagieren“, meint Helias, „man muss natürlich vermitteln, wohin die Mittel fließen und zeigen, wer davon profitiert.“ Bei „Kinder in Gefahr“ sind es zum Beispiel die Kinder und Jugendlichen der Stephanus-Stiftung in Weißensee, die von Geburt an in ihrer Entwicklung sowohl körperlich wie auch geistig beeinträchtigt sind. Mit Autoren-Lesungen und anderen Aktivitäten sorgt Helias für finanzielle Unterstützung, damit Lehr- und Therapie-Mittel beschafft werden können.

Siegfried Helias, Foto: Siegfried Helias

Siegfried Helias, Foto: Siegfried Helias

Erstaunlich wie seine ganzen Aktivitäten ist auch der berufliche Werdegang von Herrn Halli-Hallo-Helias, der es vom Friseur zum Bundestagsabgeordneten und zum Vorsitzenden der Deutsch-Zypriotischen Parlamentariergruppe gebracht hat.

Stationen dazwischen: Meisterprüfung im Friseurhandwerk – Werbeleiter – Media-Markenwerber – Werbefachmann und Texter beim Ullstein Verlag – Freiberuflicher Kommunikationsberater und selbständiger Friseurmeister. Zwischen 1975 und 1986 baute er ein bundesweites Filialnetz mit rund 50 Friseurgeschäften in Einkaufszentren und Kaufhäusern auf, u.a. bei Karstadt und im KaDeWe. Danach Herausgeber mehrerer Bezirkszeitungen im Verlag „Berliner Blätter“, z. B. „Unser Charlottenburg“. 1985 -1998 CDU-Mitglied im Abgeordnetenhaus,1998 -2005 Mitglied des Deutschen Bundestages (Schwerpunkte: Welthandel, Globalisierung, „Kindersoldaten“).

„Meine Jungfernrede im Bonner Bundestag“, erinnert sich Helias schmunzelnd, „hielt ich in der letzten Sitzungswoche vor dem Umzug nach Berlin. Da war es im Plenarsaal recht leer, weil alle ihre Koffer packten.“

Helias hat zwei Frauen, seine Ehefrau und ihre gemeinsame Tochter, die ihn 2005 zum Opa gemacht hat. Er gehört zu den wichtigsten Netzwerkern der Hauptstadt Berlin – für die Hauptstadt: Der Berlinator!

Siegfried Helias

Siegfried Helias

Fragen an Siegfried Helias:

Hinter jedem erfolgreichen Mann steht eine Frau…
„Natürlich ist das bei mir meine Frau, die von Hause aus Friseurin ist. Nur mit ihr war es möglich, die Filialkette aufzubauen. Wir sind seit dem Jahr 1968 verheiratet. Die beste Wahl meines Lebens.“

Was hat es mit dem „Blauen Herzen“ auf sich?
„Das hat sich die Berliner Autorin Sylvia Hahnisch ausgedacht. Im Zeichen des ,Blauen Herzen’ engagieren sich eine Reihe von Verbänden und Unternehmen zu gemeinnützigen Aktionen. Es wird als Ehren-Anstecknadel verliehen. Zuletzt hat es Kurt Krömer bekommen, der sich insbesondere für Kinder und Jugendliche im Neuköllner Körner-Kiez einsetzt.“

Was ist demnächst geplant?
„Wir wollen die Friedrichstraße begrünen. Weil die recht eng ist, muss das Grün von oben kommen – ein Projekt, das es nirgendwo in Deutschland gibt. Dann planen wir mit dem VBKI und Bernhard Kurz, dem Produzenten der Estrel-Show „Stars in concert“ ein 24-Stunden-Benefiz-Golf-Turnier am Seddiner See. Und im Oktober gehen wieder die Lichter an.“

Apropos Golf: Treiben Sie Sport?
„Nein, aber früher habe ich mal Fußball gespielt, auch in der Promi-Elf unserer Stammkneipe FC Diener. Haben immer verloren, nur einmal unentschieden gespielt. Im Tor stand Hugo Egon Balder. Der hat sich mal während des Spiels im Kasino ein Würstchen und einen Jägermeister geholt. Heute geht zum Beispiel Jens Lehmann mitten im Spiel pinkeln…“

Was könnte auf Ihrem Grabstein stehen?
„Lebe den Tag!“


Sie können zu Siegfried Helias Kontakt aufnehmen über die City Stiftung Berlin. Für die diversen gemeinnützigen Engagements ist jede Hilfe und auch Ihr Engagement sehr herzlich willkommen.


City-Initiative für Eltern- und Kinder-Projekte e.V. - Europa-Kita "Theo Tintenklecks"